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Es gibt irgendwie immer Dinge beim Fotografieren, ohne die man auskommt und eigentlich auch nicht braucht. Wenn sie dann aber doch den Weg in die Fototasche geschafft haben, ein beruhigendes Gefühl vermitteln.

So und nicht anders war es bei mir mit einer LED Lampe. Schon lange wollte ich so ein Teil mal besitzen, aber wofür eigentlich?? Egal, haben ist besser als brauchen, in diesem wie auch in jedem anderen Fall von "ICH MUSS DAS EINFACHEN UNBEDINGT HABEN"...!

Lange und ausgiebig habe ich mich mit LED Lampen beschäftigt und einen Kauf immer wieder verworfen. Der Grund ist ganz einfach... diese kleinen "Glücklichmacher" sind nicht gerade günstig, wenn man etwas halbwegs Vernünftiges erstehen will.

Mehr durch Zufall bin ich über die LED Lampe YN-300 II von Yongnuo gestolpert und werden sie mal einen kleinen Test unterziehen.

Diese Lampe besitzt 300 LEDs und der Hit daran ist, man kann die Farbtemperatur genau so einstellen, wie man es benötigt. Hierzu gibt es zwei Gruppen von LEDs, 150 Stück mit 5500 K und 150 Stück mit 3200 K. Die LED Gruppen lassen sich von der Stärke in 10% Schritten regeln. Man kann somit die Helligkeit und Farbtemperatur genau anpassen. Die Lampe ist ausschließlich auf den Betrieb mit Akkus ausgelegt, ein Anschluß an eine 230V Steckdose ist nicht möglich. Also perfekt geeignet um die Lampe Outdoor zu verwenden.

Und jetzt das Beste, bei Amazon kostet diese Lampe nur..... Trommelwirbel..... 56,99 Euro. Im Lieferumfang ist dann Folgendes enthalten: LED Tageslichtlampe, eine Stofftasche, Adapter für Blitzschuh, Standfuß, Handgriff, vier Lichtfilter in den Farben, weiss, blau, rot und orange. Um es komplett zu machen, liegt sogar noch eine Fernbedienung mit dabei.

Die passenden Akkus und ein Ladegerät sind im Lieferunfang allerdings nicht enthalten, habe ich bei dem Preis aber auch nicht wirklich erwartet. Meine Entscheidung den "HABEN WOLLEN BUTTON" bei Amazon zu drücken, dauerte nicht lange.

Mit großer Erwartung fieberte ich der Lieferung am Freitag durch den Hermes Versand entgegen. Gegen 15:30 Uhr kam der Hermes Paketdienst auf den Hof gefahren. Den Anblick des VW T4 beschreibe ich mal mit "grenzwertig". Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das Auto wird nur noch durch die Aufkleber zusammen gehalten.

Der Fahrer wuchtete 4 Alufelgen aus dem Fahrzeug, ein weiteres Paket warf er achtlos wieder zurück ins "Auto". Das innere des Wagens sah aus wie nach einem Schleuderkurs beim ADAC. Alle Pakete lagen völlig durcheinader im Auto verteilt. Auf meine Nachfrage, ob da nicht noch ein weiteres Paket neben den Alufelgen sei meinter er nur: Nö, das ist alles und da kommt heute auch nichts mehr". Mein Einwand, dass da noch ein Paket sein MUSS, interessierte ihn nicht weiter.

Abends schaute ich noch mal in die Paketverfolgung bei Amazon rein. Ich traute meinen Augen nicht, eine erfolgloser Zustellversuch?? Ein Anruf am Samstag um 07:30 Uhr bei Hermes war fällig. Eine bemühte Dame meinte: "Der Fahrer war gegen 17.30 Uhr vor Ort und es öffnete niemand". Freundlich aber bestimmt habe ich ihr erklärt, dass es schlichtweg gelogen ist vom Fahrer, denn ich selber war bis 18:00 Uhr und mein Kollege bis 18:30 Uhr im Hause.

Ich teilte ihr mit, dass ich am Samstag von 08:00 - 12:00 Uhr im Büro sei. Am Nachmittag musste ich feststellen, dass laut Versandverfolgung ein weiterer erfolgloser Zustellversuch unternommen worden ist. Ein erneuter Anruf bei Hermes ergab, dass der Fahrer gegen 13:30 Uhr dagewesen sein soll. "Leicht" genervt aber mit deutlichen Worten habe ich auch dieser freundlichen Dame mitgeteilt, dass es ja wirklich sinnvoll ist, gegen 13:30 Uhr zu liefern, wenn ich schon beim ersten Telefonat am Morgen mitteilte, dass eine Lieferung nur bis 12:00 Uhr möglich ist.

Eine Beschwerde über den völlig unfähigen Fahrer nebst Beschreibung seines Fahrzeugs und Innenraum war überfällig. Der dritte und jetzt erfolgreiche Zustellversuch fand dann am Montag Nachmittag statt. Das Gespräch mit dem Fahrer erspare ich euch an dieser Stelle lieber... aber eines ist klar, bei einer weiteren Lieferung wird er sich an mich erinnern. :-)

Sorry für die ausführliche Beschreibung der Lieferung, aber das musste jetzt echt raus...

Jetzt stellte sich natürlich die Frage, taugt das Ganze auch was?? Die Bewertung bei Amazon versprechen jedenfalls Gutes...  

Da die Akkus und das Ladegerät schon überpüntklich am Donnerstag geliefert wurden (vielen Dank DHL), konnte es auch gleich losgehen. Akku rein und es werde Licht... holla die Waldfee, die 300 LEDs geben wirklich alles und sind echt hell bei 100% Leistung. Aber wie verhält es sich, wenn es ganz dunkel ist? Zufällig war ich am Abend unterwegs und konnte es gleich testen. Die Leistung war auf 20% 5500k und 40% 3200k eingestellt, der Abstand betrug ca. zwei Meter.

Tags drauf stand ein Shooting in der Hamburger Hafencity auf dem Plan und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Perfekt, um die Lampe einen weiteren Test zu unterziehen. Sind die 300 LEDs auch bei praller Sonne ausreichend?? Zwei Beispielfotos zeigen es. Die Sonne kam ca. 45 Grad von links. Das erste Foto ist ohne LED Lampe gemacht und das zweite mit LED Lampe bei 100% Leistung.

Der Abstand zum Model betrug ca. 1 Meter. Hier ist die Aufhellung deutlich zu erkennen, hätte mir aber gerne noch etwas mehr an Leistung gewünscht. Die Fernbedienung verrichtet auch bei starker Sonne brav ihren Dienst.

Fazit: Die Verarbeitung der LED Lampe YN-300 II ist wirklich TOP, so viel Zubehör hätte ich bei dem Preis wirklich nicht erwartet. Die Regelung der LEDs ist wirklich gut, so dass man jede nur erdenkliche Farbtemperatur einstellen kann. Dieses ist an der Lampe direkt oder auch per Fernbedinung möglich. 

5500 K zu 100%

 3200 K zu 100%

5500 K und 3200 K zu jeweils 100%

Die Fernbedinung hätte aber gerne etwas größer ausfallen können. Die aufklappbaren Flügel schützen die Lampe beim Transport sehr gut.

Ein genaues Ausrichten des Lichtes ist allerdings nur eingeschränkt möglich.

Was mir nach dem Test am YN-300 II nicht gefällt:

Die Stofftasche ist zu klein, um zumindest den Adapter dauerhaft drauf lassen zu können, die Schraube am Adapter besser sofort festkleben, denn das wurde vergessen...tja, das war es schon, mehr zu meckern habe ich da nicht..!! Diese Lampe kommt definitiv in die engere Auswahl für das Schnäppchen des Jahres 2014.

Jetzt stellt sich mir allerdings die Frage, kommt die LED Lampe YN-600 besser gegen die Sonne an??

Ein Hinweis noch zum Schluss, wenn ihr die LED Lampe bestellen wollt, achtet darauf, nicht die etwas günstigere Version YN-300 zu kaufen. Hier kann man die Farbtemperatur nämlich nicht einstellen.  

Ich hoffe, dieser kleine Test konnte euch bei eurer Entscheidung etwas helfen. Tips, Hinweise und Anregungen sind wie immer willkommen...

Nachtrag vom 11.11.14

Nach einigen Verwendungen bei Shootings ist mir folgendes aufgefallen, bei starker Sonne ist die Farbtemperatur von 5500 k nicht ganz farbecht. Entweder liegt das an der grundsätzlichen Produktion der Lampe, oder ich habe einen Knick in der Optik. Mal abgesehen davon, ist die Leistung bei praller Sonne eh nicht ganz ausreichend und kommt bei mir nicht zur Anwendung (von daher stört es mich nicht).

 

 


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