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Wann und warum entscheidet man sich eigentlich, einen bestimmten Weg in der Fotografie zu gehen, welche Vor- bzw. Nachteile bringt das Ganze mit sich?? Gibt es überhaupt Vor- oder Nachteile?? Muss ich mich überhaupt entscheiden??

Auf den ersten Blick ein wahrscheinlich eher nüchternes Thema, aber irgendwann wird sich jeder Fotograf damit beschäftigen. Eines ist klar, bei dieser Überlegung spielt es natürlich eine Rolle, ob ich das Ganze als Hobby oder Beruf betreiben will. Da ICH nicht die Ambitionen habe, hauptberuflich als Fotograf tätig zu sein, kann ich euch hier nur die Seite als Hobbyfotograf beschreiben und zwar aus meiner ganz eigenen Sichtweise.

Als ich mit der Fotografie im Februar 2012 nach fast fünfundzwanzig Jahren Pause wieder anfing, habe ich erst einmal diverse Workshops besucht, um mich auf den neuesten Stand der Fotografie zu bringen. Deutschland war gerade zum dritten Mal Weltmeister geworden und das Wort "Handy" hatte auch noch niemand gehört. Verdammt lange her, dass ich eine vernünftige Kamera in der Hand hielt.

Aber fange ich mal mit der Frage an: Wann und warum ich mich für People Fotografie entschieden habe:

Die Entscheidung, ob ich Richtung People, Architektur oder was auch immer gehe, war eher ein schleichender Prozess, den ich nicht gleich mitbekommen habe. Vielleicht war es auch dadurch begünstigt, dass meine ersten Workshops bei Paddy von neunzehn72.de stattgefunden haben. Viele werden ihn kennen, er ist ein begnadeter People und Hochzeitsfotograf.

Zwischendurch habe ich mich natürlich auch mal an Landschaften, Langzeitbelichtung etc. versucht. Die Ergebnisse waren auch nicht schlecht, aber eines hat mir dabei total gefehlt.

Wenn du einem Menschen, den du fotografiert hast, ein tolles Foto vom ihm zeigst und dann die strahlenden Augen siehst, die aussehen, wie die des kleinen Jungen der gerade seine "Storck Schokoladenriesen" von Frau Lange über den Tresen bekommen hat, dann weißt du, dass du alles richtig gemacht hast. Ein Landschaftsfoto kann noch so toll sein, diese Reaktion wird es niemals bei mir oder anderen Personen auslösen.

Für mich ist es die Dankbarkeit, die mich diesen Weg hat gehen lassen. Hier mal zwei Fotos von einem Pärchen, das ich in Hamburg fotografiert habe und die sich hinterher die Fotos in die Wohnung gehängt haben.

Gibt es was Schöneres? Also für mich definitiv nicht !! Danke für die Fotos Lars..!

Ob das nun Vor- oder Nachteile mit sich bringt hauptsächlich Menschen zu fotografieren? Ich würde diese Frage mal mit einem ganz einfachen und verständlichen JEIN beantworten. Ich habe gerne Menschen um mich herum und habe Spaß mit ihnen. Nun, das habe ich bei der People Fotografie in jedem Fall. Auf der anderen Seite, sehe ich in diversen Foren auch immer wieder, dass sich eine ganze Truppe verabredet, um am Hafen oder wo auch immer gemeinsam Fotos zu machen, um hinterher eine Bar zu entern, um noch was zu trinken und ausgiebig zu klönen. Das habe ich natürlich in dieser Form nicht und ab und an fehlt mir das auch ein wenig. Auf der anderen Seite stehen dann auch nicht selten zehn oder noch mehr Stative nebeneinander, um das gleiche Motiv abzulichten. Also da geht mir echt keiner bei ab, so etwas mag und brauche ich nicht oft im Jahr.

Aus diesem Grund ziehe ich auch selten mit einem zweiten Fotografen los, es sei denn, wir können beide etwas voneinander lernen. Was bringt es bitte, wenn zwei Fotografen immer das gleiche Foto vom Model machen? Sich ergänzen und gegenseitig helfen, ist für mich das Geheimnis dabei. Auch wenn jetzt viele denken, was für ein Egoist ist dieser Typ bloß? Jeder Mensch ist anders und es gibt viele aber bestimmt keine falschen Meinungen zu diesem Thema. Nicht verkehrt verstehen, mir bringt es sehr viel Spaß anderen Menschen etwas über die Fotografie zu zeigen und zu erklären. Aber hinterher genau das gleich Foto vom Model nur mit einem anderen Logo im Internet zu sehen.... daran habe ich keinen Spaß.

 

Gibt es überhaupt Vor oder Nachteile, wenn ich mich für eine bestimmte Richtung entscheide? Diese Frage beantworte ich mit einem glasklaren JA. Es gibt Nachteile, wenn ich es irgendwann nicht mache. Ein Fussballspieler ist nur deswegen so gut, weil er täglich trainiert... und zwar Fussball. Würde er heute Fussball, morgen Handball und dann wieder Basketball spielen, hat er zwar irgendwann alles verstanden, aber so richtig gut wird er in keiner Disziplin werden. Selbst ein Zehnkämpfer kommt nicht an die Leistungen eines Sportlers ran, der sich nur für eine Sportart entschieden hat. Das heißt nicht, dass ich nur ausschließlich Menschen fotografiere, aber das kann ich am besten und bringt mir den meisten Spaß und um Spaß sollte es bei diesem schönen Hobby doch immer gehen oder? 

Ob die People Fotografie einfach ist?? Bestimmt nicht..!! Ich erinne mich noch sehr gut daran, als ich zum ersten mal alleine zum fotografieren losgezogen bin, ich habe bestimmt zehn mal das Equipment kontrolliert, ob alles dabei ist. Man bin ich nervös gewesen, klar, auf einem Workshop bekommst du alles erklärt und das Model wird dafür bezahlt, ihren "Job" zu machen. Du hast einen Trainer, der dir zur Seite steht und bei Problemen sofort hilft. Es ist wie mit dem Führerschein, bei der ersten Fahrt so ganz alleine ohne Fahrlehrer ist man auch recht unsicher. Da hast du es bei Landschaften wieder deutlich einfacher, der Landschaft ist es egal, wie lange du brauchst, bis das Foto im "Kasten" ist.

Auf der anderen Seite, es sind nur Fotos..!! Wenn es mal nicht so läuft wie man es möchte, wird dadurch die Welt auch nicht untergehen.

Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie Ihr zu dem Thema steht oder welche Meinungen Ihr dazu habt. Habt ihr euch für einen bestimmten Weg entschieden und warum??


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